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SchwachPerfekt 
Reisetagebuch la-donna-piani/schluuse

Nun war unser letzter Urlaubstag gekommen. Der Weckler klingelte und ich wollte ihn so gar nicht für voll nehmen. Nein - wir bleiben einfach hier! So waren meine Gedanken. Aber es brachte nix. Yannis war zum Glück durch das Geklingel nicht wach geworden, so dass wir uns leise aus dem Schlafzimmer schlichen und begannen uns fertig zu machen. Im Anschluss deckte ich den Frühstückstisch und Marko packte weiter die Koffer.

 

Nun wurde Yannis auch wach. Er wurde schnell gewickelt und dann flitzte er auch schon durch die Gegend und fand es ganz toll alles wieder aus den Koffern rauszuholen, was wir so schön eingepackt hatten. Klasse... Na gut, damit wir irgendwann nochmal fertig werden, setzten wir Yannis auf die Couch und er durfte Trickfilm im Fernsehen gucken. Das Ablenkungsmanöver klappte super. Ich zog schnell sein Bett ab, packte die Matratze ein und baute sein Reisebett so weit zusammen wie ich es hinbekommen habe. Die letzten Handgriffe musste Marko dann übernehmen. Ich werde das bei dem Bett nie hinbekommen...

 

Nun sollte eigentlich Frühstück auf dem Programm stehen. Da unsere sonst so perfekte Wohnung leider keine Kaffeemaschine hatte, begab sich Marko auf den Weg, um irgendwo Kaffee aufzutreiben. Ich nutzte die Zeit um noch einmal die Zimmer abzuklappern, ob auch nix irgendwo liegen geblieben ist. Und dann setzte ich mich zu Yannis und wir warteten und warteten. Aber von Marko war keine Spur. Nach etwa 20 Minuten kam er endlich wieder. Aber ohne Kaffee. Er habe nix gefunden wo es Kaffee gibt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es bei uns im Hotel nirgends Kaffee gibt. Das hatten wir ja noch nie in den USA. Also beschloss ich noch einmal loszulaufen. Und was soll ich sagen.. Ich habe einfach an der Rezeption jemanden gefragt und schon wurde mir der Weg zur Kaffee-Station erklärt. Mit 3 leckeren Kaffees (für Marko extra gleich 2 Kaffee) lief ich wieder zurück und brauchte keine 5 Minuten. Männer!

Jetzt konnten wir endlich frühstücken. Yannis verdrückte zum Abschluss noch einmal zwei Marmeladentoast und Marko sowie meine Wenigkeit tilgten ebenfalls je zwei Toast. Wir haben gut kalkuliert, so dass wir glücklicherweise nicht viele Lebensmittel zurücklassen mussten.

 

Ich befreite Yannis von seinem Marmeladenkörper und zog ihn dann an. Gut, dass ich das in weiser Voraussicht nicht schon vorher gemacht hatte, sonst hätte ich ihn wieder umziehen müssen. Marko nutzte die Zeit um die ersten Gepäckstücke ins Auto zu bringen. Schnell war unsere Karre randvoll. Aber wirklich. Es hat nix mehr reingepasst! Marko setzte den Lütten ins Auto und ich checkte schnell aus. So, nun mussten wir uns auch von diesem Hotel verabschieden. Es hat uns sehr gut gefallen und wir würden jederzeit wieder kommen. Es war sauber und wir hatten richtig viel Platz.

 

Wir lagen eigentlich ganz gut in der Zeit und wollten uns noch Downtown Miami anschauen. Doch der eigentlich kurze Weg von Fort Lauderdale nach Miami zog sich wie Kaugummi. Und somit beschlossen wir traurig auf Nummer sicher zu gehen und lieber gleich zum Flughafen zu fahren. Yannis war eh gerade eingeschlafen; das passte also eigentlich alles ganz gut. Kurz vor dem Flughafen bogen wir jedoch noch einmal ab und tankten das Auto voll. Nun aber zur Mietwagenstation. Als wir dort ankamen ahnten wir schon, dass es genau die richtige Entscheidung war, gleich durchzufahren.

 

Es herrschte das absolute Chaos dort. Die Mitarbeiter schienen völlig überfordert zu sein. Obwohl ich auch sagen muss, dass manche Leute sich aber auch echt dämlich angestellt haben und sich so doof hingestellt haben, dass es nicht lange dauern konnte und alles war dicht. Wir hatten dann noch einigermaßen Glück, dass wir das vorletzte Auto waren, die ihr Fahrzeug dann einfach dort, wo es nicht mehr weiterging, abstellen konnten. Der Herr scannte nur kurz unser Auto und dann war es das auch schon gewesen mit der Übergabe. Das war ja schön und gut. Da wir aber somit ganz ganz hinten parkten, war der Weg zum Flughafengelände ewig weit weg und von Gepäckwagen war nirgends etwas zu sehen. Nun gut. Marko lief los um irgendwo zwei solcher Wägelchen zu besorgen. Denn nur einer würde bei unseren ganzen Koffern nicht ausreichen. Yannis war durch den ganzten Trubel nun mittlerweile auch wieder wach. Ihn interessierte das ganze Chaos überhaupt nicht. Er freute sich, dass er im Auto herumturnen durfte. Er krabbelte sofort auf den Fahrersitz und saß dann da minutenlang stolz wie Bolle. Er bestaunte alles, griff sich dann irgendwann den Anschnallgurt usw usw. Irgendwann kam dann auch Marko mit den zwei Gepäckwagen wieder. Oh man, wir hatten so viel Zeug, dass wir echt puzzeln mussten, um alles halbwegs auf die zwei Wagen zu bekommen. Aber es half alles nix. Alles haben wir nicht raufbekommen. Und so musste Marko beide Gepäckwagen irgendwie gleichzeitig fahren und ich hatte Yannis auf den Arm und noch einen Handgepäckkoffer und meine Handtasche. Wie die Packesel machten wir uns also los.

 

Marko war schon nach kurzer Strecke mega angenervt. Zwei Wagen gleichzeitig schieben machte sich einfach total beschi**en. Und dann war es wieder so mega heiß im Mietwagenbereich. Bis wir endlich das klimatisierte Flughafengelände erreicht haben, ohne irgendwo gegenzurammeln, dauerte es und wir waren einmal komplett durchgeschwitzt. Man war ich froh, dass ich wusste, dass wir im Handgepäck noch einmal komplette Wechselwäsche hatten.

 

Dadurch, dass wir nicht noch nach Miami reingefahren sind, lagen wir gut in der Zeit. Wir schauten uns erst einmal um und versuchten uns zurechtzufinden. Man war der Flughafen groß. Wir suchten den Air Berlin-Schalter, schauten immer wieder auf die Anzeigetafel und fanden ihn nicht. Mit großen Fragezeichen im Gesicht beschloss ich dann einfach mal die eine Dame dort anzusprechen. Wir müssen anscheinend nicht die Ersten gewesen sein die gefragt haben, so dass sie mir gleich mitteilen konnte, dass wir hier total falsch sind. Wir müssen uns links halten und den Weg ganz ganz weit runterlaufen. Ich zurück zu Marko und berichtete. Seine Begeisterung, mit den beiden Gepäckwagen wieder durch das halbe Flughafengelände fahren zu müssen, stand in seinem Gesicht geschrieben. Aber es half ja alles nix. Der Flughafen war gut besucht und somit war es echt eine Geduldsprobe zum Air Berlin-Schalter zu kommen. Doch auch dies schafften wir natürlich. Zum Glück war der Schalter noch schön leer, so dass wir an keiner Schlange anstanden. Der erste Koffer ging auf die Waage; 23 kg! Puuh, Schwein gehabt. 1 kg mehr und wir hätten die Koffer wieder aufmachen und umpacken müssen. Der zweite Koffer und die Reisetasche waren leichter. Das Gewicht weiß ich allerdings nicht mehr. Nun kam noch der Rest, also Bett, Matratze und Kindersitz. Man waren wir froh, endlich eine ganze Menge Gepäck los zu sein. Nun hatten wir "nur" noch 2 Handgepäckkoffer, 1 Rucksack und 1 Handtasche. Trotzalledem noch genug :)

 

Ich musste jetzt erstmal die Toilette aufsuchen. Gesagt, getan. Marko besuchte auch noch einmal das stille Örtchen und Yannis tobte sich während der Wartezeit noch einmal aus. Vor den Toiletten war nicht viel los und jede Menge Platz und zwei Säulen. Er rannte um sie herum und machte sich einen Spaß daraus, wenn Leute kamen, "Guck-Guck" zu spielen. Nach dem ganzen Stress merkten wir, dass wir so langsam Hunger bekommen. Der kleine Mann hatte auch noch kein Mittag bekommen. Also machten wir uns auf den Weg, um etwas zu essen zu finden. Doch irgendwie sagte uns nix so richtig zu. Und wenn etwas mal einigermaßen von außen aussah, war es mega voll und wir hätten mit unseren ganzen Gepäckstücken nirgends einen Platz gefunden. Also suchten wir eine Pizzeria auf. Marko bestellte sich zwei Stücken Pizza und ich ein Stück. Für Yannis gab es Nudeln mit Tomaten-Gemüse-Sauce und einem Stück Knoblauchbrot. Die Nudeln wollte er so gar nicht essen. Dafür mundete ihm das Kobi-Brot. Mein Stück Pizza schmeckte mir leider überhaupt nicht. Aber bei den Flughafenpreisen aß ich es natürlich trotzdem brav auf. An Yannis seine Nudeln machte ich mich dann auch noch. Wirklich berauschend war das geschmacklich jedoch ebenfalls nicht. Egal... Wir hatten alle was im Magen und das war das Wichtigste.

 

Nun hieß es noch Zeit rumkriegen. Wir schlenderten durch die Geschäfte und setzten uns dann schließlich in eine kleine Lounge. Von dort aus konnte man super Autos beobachten. Das fand der Kurze natürlich toll. Marko fiel dann irgendwann ein, dass der Mietwagen ja auf seine gesperrte Kreditkarte läuft und von der Karte noch was abgebucht wird, was dann natürlich nicht klappen würde. Also rief er bei unserem Autoverleiher an, um zu fragen, ob die nicht einfach im System eine andere Kreditkarte aufnehmen können. Leider ging das natürlich nicht. Das würde nur vor Ort gehen. Oh man. Also hieß das für uns, dass wir jetzt in Windeseile durch den ganzen Flughafen wieder zurück zur Mietwagenstation laufen müssen. Und es war nicht mehr viel Zeit.. Also nix wie los... Dort angekommen klappte alles reibungslos. Jetzt schnell wieder zurück. Und wieder waren wir einmal komplett durchgeschwitzt...

 

Wir steuerten gleich die Sicherheitskontrolle an. Dadurch, dass wir mit dem kleinen Mann unterwegs waren, durften wir uns in eine gesonderte Schlange stellen, die bevorzugt wird. Das klappte auch wirklich gut. Wir packten unser ganzen Kram in die Kästen, zogen unsere Schuhe aus und liefen durch das "Sicherheitshäuschen". Alles war gut. Keiner von uns musste näher kontrolliert werden. Wir nahmen unsere Sachen vom Band und stellten dann fest, dass Marko sein Rucksack noch fehlte. Und das dauerte und dauerte. Wir standen bestimmt über eine halbe Stunde da und mussten auf den Rucksack warten. Weil der Laptop dort drinnen war, wurde dieser auf Sprengstoff genaustens kontrolliert. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir dann endglich weiter Richtung Gate. Geplant war ursprünglich, dass wir in Ruhe die Toiletten aufsuchen, sich jeder frisch macht und was Neues anzieht und Yannis noch einmal ne frische Windel umgeschnallt bekommt. Aber Pustekuchen.

 

Vor dem Schalter war bereits eine riesen Schlange und das Boarding sollte jeden Augenblick beginnen. Da wir wegen Yannis seinem Gurt umschnallen, häuslich einrichten usw. die Möglichkeit gleich als erstes einsteigen zu können, natürlich nutzen wollten, hatte sich das Umziehen erledigt. Wir warteten und warteten. Nix passierte. Wir wurden echt hingehalten. Man bekam keine Auskunft, ob es denn jetzt nun gleich losgehen würde oder ob es noch dauert. Natürlich haben wir uns nicht getraut wegzugehen und so standen wir dort. Letztendlich hätten wir es dicke noch geschafft uns umzuziehen und frisch zu machen. Aber das weiß man ja vorher nicht.

 

Irgendwann ging es dann endlich los. Nun stand auch fest, dass wir schlussendlich mit einer Stunde Verspätung losfliegen werden. Wir betraten das Flugzeug und richteten uns häuslich ein. Dieses Mal waren wir natürlich routinierter und konnten besser einschätzen, was wir wirkich unten brauchen und was oben in den Handgepäckkoffern bleiben kann.  Hinter uns saß ein älteres Pärchen, was Yannis gleich um den Finger gewickelt hat. Sie meinten dann auch, dass wir ihn ruhig später mal nach hinten geben können, wenn wir eine Pause haben möchten. Echt nett. Yannis freute sich über die Aufmerksamkeit und so verging die Zeit bis zum Start ganz schnell.

 

Yannis machte das wieder super. Er aß beim Start Gummibärchen und von irgendwelchen Druckschmerzen war bei ihm nix zu merken. Ich spielte eine Weile mit ihm und irgendwann kam dann auch schon das Abendessen. Gegessen hat der Kurze nicht viel. Nachdem die Tablets wieder abgeräumt wurden, suchte ich mit Yannis noch einmal die Toiletten auf und dann schaute er Sandmann auf dem Ipad, wurde anschließend in ne Kuscheldecke eingemurmelt und dann dauerte es auch nicht lange und er schlief ein. Wir nutzten das ertmal, um uns umzuziehen. Dann dachte ich, cool... Dann kannst du ja jetzt auch mal einen Film gucken. Leider war der Flug so holprig, dass ich nicht dazu gekommen bin, denn ich war immer damit beschäftigt, auf den Lütten zu schauen. Der Kopf wackelte hin und her, so dass ich dann mit den Decken immer schon versucht habe ihn dort zu stabilisieren. Einen richtig tiefen Schlaf hatte er auch nicht, so dass ich bei jedem zucken immer dachte, jetzt wird er gleich wach. Naja.. und so ging der Flug auch irgendwie rum. Etwa eine Stunde vor Landung wurde der Kleine dann wach. Er durfte noch Benjamin Blümchen auf dem Ipad schauen und ich gab ihm was vom Frühstück. Dann begann auch schon der Landeanflug. Yannis mümmelte jedoch die ganzen Gummibärchen auf, bevor es zum richtigen Sinkflug ging. Trotzdem weinte er nicht.. Puuh, Glück gehabt.

 

Im Flieger sagten sie uns schon, dass man die Passagiere, die einen Weiterflug haben, doch bitte zuerst aus dem Flieger lassen soll, damit die Anschlussflüge noch geschafft werden. Die Flugzeuge würden auf uns warten. Es waren insgesamt 85 Leute, die einen Anschlussflug in alle möglichen Städte hatten. Das Vorhaben gelang natürlich nicht, da manche Menschen anscheinend Angst haben, sie kommen nicht aus dem Flugzeug. Da wir ganz hinten saßen dauerte es natürlich ewig bis wir draußen waren. Mit samt Sack und Pack rannten wir also los, um den Flieger noch zu bekommen. Doch dann der Tiefschlag. Die Maschine ist schon längst weg. Ein Mitarbeiter meinte, wir sollen uns an den Infoschalter von Air Berlin stellen. Klasse... Vorhin beim Vorbeirennen hatte ich schon die lange Schlange dort gesehen. Und wie sollte es auch anders sein. Die Schlange ist natürlich nicht kürzer geworden. Wir waren die Letzten, die aus dem Flieger rausgekommen sind, also waren wir auch jetzt hier die Letzten in der Schlange.

 

Man merkte den Leuten die Genervtheit immer mehr an... Von Vorderleuten bekamen wir schon mit, dass einige Mietautos gestellt bekommen und andere auf einen späteren Flug umgebucht wurden. Nun waren wir an der Reihe. Wir bekamen einen Ersatzflug mit GermanWings oder EuroWings wie die jetzt glaube ich heißen. Als Entschädigung bekamen wir pro Person einen Verzehrgutschein von 5 €. Das klang bis dahin ja alles nicht ganz so schlimm. Nun kam aber der Hammer. Wir müssen unser Gepäck selber vom Gepäckband abholen und uns dann bei GermanWings am Schalter neu anstellen um dort wieder einzuchecken. Das bedeutete, dass wir jetzt einmal durch den halben Flughafen zurücklaufen dürfen, um dort unsere Koffer abzuholen.

 

Wir maschierten also los. Dort angekommen durften wir natürlich auch noch Geld für die Gepäckwagen bezahlen, damit wir alles wegbekommen. Die Stimmung war bei allen Leuten mittlerweile auf dem Tiefpunkt. Das dachte ich bei uns auch. Aber denkste.. Es geht noch schlimmer. Ach ja, hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass zwischen dem Zeitpunkt bei der Air-Berlin-Info und dem Weiterflug nicht all zu viel Zeit war... Naja, unsere Koffer usw. kamen dann auch endlich. Aber es fehlte der Kindersitz. Marko also zu dem Tor hin, wo am Gepäckband stand, dass man dort hingehen soll, wenn es auf dem Band nicht ankommt. Der Mitarbeiter dort teilte ihm dann mit, dass der Kindersitz hier nicht wäre und er ihn ganz woanders abholen müsste. Marko war jetzt richtig stinkig. Denn der "nette" Mann konnte ihm natürlich nicht sagen, wo genau er hin muss.

 

Also lief Marko richtig bedient los zu irgendeinem nächsten Infoschalter, um nähere Informationen zu bekommen. Ich wartete solange mit Yannis beim Gepäckband und unseren Koffern. Joa, und wir warteten und warteten. Mittlerweile waren wir die Letzten, die dort in der riesigen Halle standen. Es war keiner mehr zu sehen. So langsam wurde mir mulmig. Und ich wusste ja, dass das Zeitfenster bis zum nächsten Flug auch nicht gerade groß war. Also versuchte ich Marko anzurufen. Aber das klappte nicht, denn ich hatte in der Halle dort keinen Empfang. Oh man. Yannis wurde jetzt langsam auch ungeduldig... Irgendwann kam Marko dann zurück. Von Weitem sah ich sein Gesicht und wusste, dass er stocksauer war. Er erzählte mir, dass der Kindersitz die ganze Zeit draußen im Regen stand und er ihn irgendwo am Ar*** der Welt abholen musste. Ganz ehrlich... Das ist eine Frechheit!

 

Nun gut, es half alles nix. Weiter ging es. Mit wieder 2 Gepäckwagen, die Marko schiebte und ich mit Yannis auf dem Arm und dem übrigen Handgepäck machten uns los, den ganzen Weg wieder zurückzulaufen. Wir waren einfach nur müde, hungrig und angenervt. Man war ich froh, dass Yannis dann doch so gut im Flugzeug geschlafen hat und wengistens nicht maulig war. Er machte das alles wirklich gut mit. Besser als wir Eltern :) Am GermanWings-Schalter erwartete man uns umgebuchten Passagiere schon. Leider hatte die junge Frau bei uns am Schalter so gar keine Ahnung, wie sie mit unseren vielen Gepäckstücken umgehen soll und wie sie das in ihren Computer eintippen muss. GermanWings-Flüge sind wohl eher innerdeutsch, wo die Leute nur ein Handgepäckstück in der Regel bei haben. Und dann kamen wir mit unseren ganzen Sachen. Sie holte einen Mitarbeiter zur Hilfe und dann ging es endlich los. Aber wer denkt, dass war es jetzt. Nee nee... Bei GermanWings kann man kein Reisebett, Matratze und Kindersitz direkt am Schalter aufgeben.. Da muss man zur Sperrgepäckabteilung. Und die Reisetasche war zu groß. Die passte nicht bei denen aufs Förderband, so dass diese auch als Sperrgepäck galt. Demnach sind wir lediglich unsere zwei Koffer losgeworden und durften mit dem restlichen Gepäck nun zum Sperrgepäck. Dort funktionierte endlich mal alles reibungslos und schnell.

 

Jetzt hieß es schnell durch die Sicherheitskontrolle, um zum Gate zu gelangen. Bevor wir jedoch zur Sicherheitskontrolle konnten, wurde uns offenbart, dass wir doch die Gepäckwagen dort nicht mehr mit hinein nehmen dürfen, sondern dort abgeben müssen. Das war Marko zu viel. Er fragte die Dame dort "in netter Weise", was das für ein Müll ist. Aber es half ja alles nix. Also mussten wir den Wagen dort stehen lassen (natürlich war dort keine Station, won man den reinschieben konnte, um sein Geld zurückzubekommen. Dafür hätte man wieder ein ganzes Stück zurücklaufen müssen). Wir schnappten unser ganzes Handgepäck und Yannis und buckelten dann zur Sicherheitskontrolle. Dort endlich mal ein freundlicher Mitarbeiter! Wir packten alles auf das Band in die Kisten und liefen durch das "Sicherheitshäuschen". Keiner piepte und somit konnten wir gleich durch. Nur beim Handgepäck gab es wieder Probleme. Wieder der Rucksack von Marko. Die Dame am anderen Ende fauchte Marko an, dass er doch bitte zu ihr kommen möge. Marko, der ja sowieso schon bedient bis oben hin war, fauchte zurück und meinte, dass er jetzt bestimmt nicht sein übriges Gepäck hier aus den Augen lassen wird, weil ich ja mit Yannis beschäftigt war. Die Dame guckte nur komisch und akzeptierte es. Der nette Mann von geradeeben bekam das mit, und spiele darauf hin mit Yannis. Der Kurze fand ihn auch toll, so dass ich mich dann um die übrigen Handgepäckstücke kümmern konnte und Marko sich der unfreundlichen Dame zuwenden konnte.

 

Nachdem wir auch dieses ganze Prozedere hinter uns hatten, liefen wir zum Gate. Dort wollten wir Yannis von unserem Verzehrgutschein etwas zum Frühstück holen, da er ja das Frühstück im Flieger verpasst hatte und dass, was ich ihm angeboten hatte, als er wieder wach war, nicht essen mochte. Doch beim Bistro an unserem Gate gab es nicht wirklich etwas, was Yannis essen würde. Also fragte ich, ob ich ein trockenes Brötchen kaufen könne. Als Antwort bekam ich unfreundlich zu hören: Nein, nur belegte Brötchen. Okay, dann eben ein paar Wiener mit einem trockenene Brötchen dazu. Für über 3 €! Naja, egal... Yannis hatte sein Brötchen und war zufrieden. Marko und ich teilten uns die Wiener.

 

Nun begann auch schon das Boarding. Beim Einsteigen fragte mich die Flugbegleiterin gleich, wie alt Yannis ist und wollte mir den Loop-Belt andrehen. Ich verneinte und sagte, dass ich einen CARES-Gurt habe. Sie schaute komisch und meinte, dass sie den nicht kennt. Ich antwortete, dass das von der FAA ein zugelassener Gurt extra für Kleinkinder ist. Damit gab sie sich zufrieden und wir sahen sie dann nicht noch einmal. Der Flug verging schnell und war unspektakulär. Leider schlief Yannis uns 10 Minuten vor der Landung ein. Als ich ihn wieder wach machen musste, war er für ein paar Minuten muffelig. Aber dann ging es wieder.

 

In Berlin dauerte es nicht lange und wir bekamen unser Gepäck. Aber was fehlte mal wieder... Der Kindersitz. Doch auch hier warteten wir nicht lange und schon wurde er uns zum Gepäckband gebracht. Yannis entdeckte derweil meinen Papa an der Scheibe und schon war von der schlechten Laune nix mehr zu sehen. Wir begrüßten den Opa und verstauten dann unser ganzes Gepäck bei ihm im Auto. Zum Glück hat er einen so großen Wagen... Es hat alles reingepasst. Auf dem Weg nach Hause schlief Yannis wieder ein. Auch daheim angekommen, konnte ich ihn nach oben tragen und ins Bett legen, ohne dass er wach geworden ist. Das klappt sonst nie. Da hat man gesehen, dass der Flug bzw. die ganze Rückreise, auch für ihn anstregend war.

 

 

So, das war unser erster gemeinsamer Familienurlaub in den USA.

 

PS: Ich hab jetzt so viel geschrieben, dass ich nicht nochmal nachlese, ob Fehler drin sind :)

 

Bis hoffentlich bald :)

 

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